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13. Juni 2026 · von Stachi · 2 Min Lesezeit

Hochbeet in der ersten Hitzewelle: wann Schatten hilft — und wann er schadet

Die erste 30-Grad-Woche kommt jedes Jahr früher, als man denkt. Was im Hochbeet wirklich Schatten braucht, was die Sonne aushält, und warum ein Schattennetz manchmal das Falsche ist.

Letztes Jahr im Juni hatten wir in Zürich-Affoltern vier Tage am Stück über 30 Grad. Mein Hochbeet steht auf der Südseite, kein Baum weit und breit. Am dritten Tag sah mein Pflücksalat aus wie ein nasser Lappen, der in der Sonne vergessen wurde.

Ich hab dann panisch ein altes Bettlaken drübergehängt. Halb richtig, halb falsch. Hier was ich seither weiss.

Nicht alles will Schatten

Der Reflex bei Hitze ist: alles abdecken. Falsch. Tomaten, Zucchini, Paprika und Bohnen sind Sonnenpflanzen. Die wollen genau diese Hitze, solange unten genug Wasser steht. Schattest du die ab, nimmst du ihnen die Ernte.

Schatten ist was für die Kühlen: Salat, Spinat, Rucola, Radieschen und junge Setzlinge, die noch keine Wurzeln in der Tiefe haben. Die schiessen bei Hitze in Blüte oder werden bitter.

Das eigentliche Problem ist der Boden, nicht das Blatt

Ein Blatt, das mittags schlapp hängt, ist oft gar nicht verbrannt. Die Pflanze drosselt nur die Verdunstung und macht abends von selbst wieder auf. Schau am Morgen nach: steht sie um sieben Uhr wieder stramm, ist alles gut.

Das echte Problem ist die Erde, die in einem Hochbeet schneller austrocknet als im Boden. Ein Hochbeet steht frei, die Sonne kommt von allen Seiten an die Wände. Bevor du ein Netz spannst, giess erst mal ordentlich. Wie das im Sommer ohne tägliches Schleppen geht, hab ich für die Sommer-Bewässerung im Hochbeet und die Tropfbewässerung aufgeschrieben.

Mulchen schlägt Schatten

Bevor ich an Netze denke, leg ich eine Handvoll Rasenschnitt oder Stroh auf die offene Erde. Diese Schicht hält den Boden kühl und das Wasser drin. Bei mir spart das an heissen Tagen locker die Hälfte vom Giessen.

Wichtig: nicht direkt an den Stängel, sonst fault es. Ein, zwei Finger Platz lassen.

Wenn doch ein Netz, dann richtig

Reicht das nicht, kommt das Schattennetz. Aber nicht flach aufs Blatt gelegt — da staut sich die Hitze und nasse Stellen faulen. Spann es mit etwas Abstand drüber, ein paar Stäbe reichen. Luft muss durch.

Ein Tuch mit rund 30 bis 50 Prozent Schattierung nimmt die Spitze raus, ohne dass es darunter dunkel wird. Mittags drüber, abends wieder runter. Ein altes Bettlaken tut es übrigens auch — nur eben tagsüber, nicht über Nacht.

Standort schlägt alles

Der beste Sonnenschutz ist die richtige Pflanze am richtigen Platz. Salat im Halbschatten hinter der Tomate macht im Hochsommer weniger Ärger als Salat in der prallen Mittagssonne. Welche Pflanzen mit weniger Sonne klarkommen, steht in Pflanzen für den Schatten im Hochbeet, und wie du Salat über den Sommer bringst, in Salate im Hochbeet ganzjährig.

Was Erntezeit damit macht

Du gibst deinen Ort und dein Beet ein, ich rechne mit den echten Temperaturen deiner Region. So weisst du, welche Pflanze bei dir die Mittags- sonne abkann und welche besser hinter den grossen Mitbewohner zieht. Für ein Beet kostenlos.

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Frau Schneider hat dieses Jahr drei Sonnenschirme im Garten. Ich hab ein bisschen Stroh und ein altes Laken. Wir ernten ungefähr gleich viel Salat.

🦔 Stachi

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